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Ein Rundgang durch Scour

Scour liest die Fotos auf deinem iPhone und findet die, auf denen etwas steht, das niemand sehen sollte: Kartennummern kostenlos, und mit Scour Pro auch Bankdaten, Pässe und Ausweise, Wiederherstellungsphrasen und Wallet-Adressen, WLAN- und Zwei-Faktor-Codes, Bordkarten und API-Schlüssel. So sieht das im Gebrauch aus — vier Bildschirme, und wofür jeder da ist. Der Scan selbst läuft einmal durch deine Mediathek, zeigt dabei, wie weit er ist und ungefähr wie lange es noch dauert, und du kannst dir das Gefundene ansehen, ohne das Ende abzuwarten.

Bevor es sich irgendetwas ansieht

Drei kurze Seiten sagen, was Scour gleich tut: wonach es in einem Foto sucht, was ein Foto sein kann — ein Beleg, eine Karte, eine Passseite —, und dass all das auf diesem iPhone passiert, ohne Account und ohne dass etwas hochgeladen wird. Die erste Seite sagt außerdem gleich zu Beginn, dass Kartennummern kostenlos sind und der Rest mit Pro kommt — damit das niemand erst nach der Installation erfährt. Der letzte Button heißt „Continue“ und nicht „Allow“: Der Bildschirm vor einer Systemabfrage ist dazu da, zu erklären, worum gebeten wird, und nicht dazu, die Antwort schon einmal für iOS anzukündigen.

Die erste Einführungsseite von Scour mit der Liste dessen, wonach es sucht, und dem Hinweis, dass Kartennummern kostenlos sind und der Rest mit Pro kommt

Was es gefunden hat

Ist der Scan durch, steht da eine Zahl, darunter die Aufschlüsselung nach Art. In der kostenlosen App sind das die Kartennummern, vollständig sichtbar. Alles andere, was derselbe Scan nachgewiesen hat, steht darunter als Zahl deiner eigenen Fotos, nach Art und mit einem Schloss — eine Wiederherstellungsphrase, ein Pass, ein WLAN-Passwort —, ohne das Foto und ohne das, was darauf steht. Dieser Abschnitt ist die ehrliche Form einer Paywall: Deine Mediathek sagt dir etwas Wahres, und die App sagt in eigenen Worten, dass sie jedes Foto auf all das hin gelesen hat. Findet ein kostenloser Scan nichts, steht da „No card numbers found“ (keine Kartennummern gefunden) — nie „nichts Heikles gefunden“.

Die kostenlosen Ergebnisse in Scour: zwei Kartennummern zum Durchsehen und darunter eine gesperrte Liste mit acht weiteren Fotos, nach Art

Ein Foto nach dem anderen

Beim Durchsehen siehst du das Foto mit der markierten Stelle darauf, und oben steht, worum es sich handelt. Behalten oder löschen, dann das nächste — und ein Foto, das du behältst, wird dir kein zweites Mal vorgelegt, außer du startest den Scan später neu. Hinter diesem Rahmen steckt der Grund, warum Scour so gebaut ist, wie es gebaut ist: Markiert wird erst, wenn die Rechnung aufgeht. Eine Kartennummer muss die Luhn-Prüfung bestehen und mit einem Bereich beginnen, den ein echter Herausgeber vergibt; eine IBAN muss Mod 97 bestehen, und zwar auf genau der Länge ihres Landes; ein Pass oder Ausweis wird über die Prüfziffern in der maschinenlesbaren Zone gefunden; eine Wiederherstellungsphrase muss aus BIP-39-Wörtern bestehen; eine Wallet-Adresse muss ihre eigene Prüfsumme bestehen. Eine Bestellnummer oder ein Datum wird so nicht zur Kartennummer. Und was du löschst, liegt danach 30 Tage in „Zuletzt gelöscht“.

Ein Fund in Scour: das Foto einer Karte, die Nummer orange umrandet, darunter die Wahl zwischen Behalten und Löschen

Die Schalter danach

In den Einstellungen steht zuerst, was mit deinen Daten passiert: Gelesen und geprüft wird auf dem Gerät, und Scour überträgt nur anonyme Nutzungszahlen — nie ein Foto, nie den Text darin, nie, was gefunden wurde. Darunter gibt es einen Schalter für jede Art und jede Fotogruppe. In der kostenlosen App lässt sich nur der für Kartennummern bedienen; alle anderen tragen ein Schloss, und wer darauf tippt, landet bei Scour Pro, statt dass die App so tut, als passiere etwas. Mit Pro funktioniert jeder Schalter, und die Schalter tun mit Absicht weniger, als sie aussehen: Gesucht wird immer nach allem, und schaltest du eine Art aus, hält das die Funde nur aus deiner Liste heraus. Neu gescannt wird dabei nichts, und schaltest du sie wieder ein, sind die Funde sofort zurück.

Die Einstellungen von Scour in der kostenlosen App: der Schalter für Kartennummern an, alle anderen Arten mit einem Schloss

Kostenlos und Pro

Kostenlos, ohne Zeitlimit

  • Deine ganze Mediathek scannen, so oft du willst
  • Kartennummern finden, im Foto markieren und einzeln löschen
  • Wie viel der Scan sonst noch nachgewiesen hat, nach Art gezählt
  • Kein Account, keine Anmeldung, keine Werbung

Scour Pro, einmal bezahlt

  • Bankdaten, Pässe und Ausweise
  • Wiederherstellungsphrasen und Wallet-Adressen
  • WLAN- und Zwei-Faktor-QR-Codes, Bordkarten und API-Schlüssel
  • Fotogruppen — Belege, Karten, Passseiten und mehr —, jede in einem Schritt aufgeräumt
  • Alles, was ein Scan gefunden hat, in einem Schritt löschen

Scour Pro ist ein Einmalkauf: kein Abo, nichts verlängert sich. Früher hast du Scour gleich beim Download bezahlt, und alles war dabei — dieses Versprechen gilt weiter: Wenn du Scour schon vor Version 1.1.0 hattest, ist Pro für dich bereits enthalten.

Scour-App-Symbol

Probier es aus

Scour gibt es im App Store fürs iPhone. Auf der Produktseite stehen die vollständige Liste dessen, wonach es sucht, die häufigen Fragen und die Angaben zum Datenschutz. Eines noch: Die App selbst gibt es bisher nur auf Englisch — ihre Oberfläche ist nicht übersetzt.

Laden im App Store Zur Scour-Produktseite